Theologie, Lifestyle & Selbstmanagement


Kurios aus Amerika #2

Dieses nette Bild haben wir im Walmart gefunden. Ich hoffe mal, dass der Kollege nicht schon seit 20Jahren verloren gegangen ist.

unkommentiert


täglich grüßt der Reisebericht

Florida haben wir hinter uns gelassen. Somit auch die Sonne und das warme Wetter. Ab jetzt sind wieder lange Hosen angesagt. Momentan sind wir in Georgia. Leider habe ich davon noch kein Bild geschossen.
Hier besuchen wir einen Professor der ein geistlicher Vater von Alan ist. Er war es früher ebenfalls für Rick Joyner. Muss ein ziemlicher Crack sein. Er kann sich alles merken und kann fast die ganze Bibel auswendig. Bin schon mal gut gespannt.

Die letzten Tage waren wir in:

und haben hier Beau (sprich ‘Bo’) besucht. Er hat einen Communityladen mitten im Szeneviertel wo er FairTrade, Organic Food und Handmadeklamotten verkauft. - alle über 35Jahre dürften diesen Satz nicht verstanden haben. ;) War super cool mit ihm rumzuhängen. Für seine Kirche haben wir einen Umzug mit geschoben. Er hat mir seinen super dicken PickUp ausgeliehen. War schon richtig nett damit rumzucrusen. Nicht mehr gebockt hat es, als wir auf der Autobahn waren und er auf einmal nicht mehr gezogen hat. Diesel war alle. Es hatte keine Warnlampe geleuchtet und so standen wir da. Richard und David (Exkiffer der voll verpeilt war und natürlich auch kein Handy dabei hatte) sind dann zur Tankstelle gelaufen und haben Leute aus der Kirche angerufen. Wir hatten dann zwar Benzin aber bei Dieselmotoren hackt der Motor oder Einspritzung oder was auch immer und somit sprang der Wagen trotzdem nicht an. Eine halbe Stunde voller Gebete und Anrufe später sprang er an und weiter gings. War auch mal eine Erfahrung für sich.


akzeptierter Zweitgott & amerikanische Eigenheiten

Walmart ist der akzeptierte zweite Gott in Amerika. Man kann einfach alles kaufen. Wirklich alles! Von Essen über jeglicher Medizien bis hin zur Autobatterie und Schrotflinte. Damit man auch jeder Zeit sein Geld los wird haben sie direkt mal 24/7 geöffnet. Als kleinen Bonbon lasses sie auch noch alle Camper und Trucker auf ihren riesigen Parkplätzen übernachten. Somit ist Walmart unser zweites zu Hause. Wenn wir OnTour sind wird da genächtigt und eingekauft. Die Sanitäranlagen sind gut und man kann wieder billig einkaufen gehen. In Deutschland hat Walmart nicht so den besten Ruf doch hier lieben es die Leute. Der Service ist auch wirklich gut. Man kann z.B. in jedem Walmart alles ohne Probleme zurückgeben - egal in welchem Laden man es eingekauft hat.

Deutschland hat ja bekanntlich die meisten Gesetze. Alles ist geregelt und für jeden Akt hat man ein Amt und man braucht mindestens fünf Stempel. In Amerika ist das um einiges unbürokratischer. Doch dafür gibt es hier richtig dumme Gesetze. Jeder hat jeden für alles mögliche schon verklagt und deshalb stehen überall die dümmsten Sicherheitshinweise drauf. In den Toiletten muss zum Beispiel ein Schid anbracht werden, welches die Angestellten darauf hinweist ihre Hände zu waschen. Oft ist es sogar noch Schritt für Schritt erklärt.

1. Hände nass machen
2. Hände einseifen
3. Hände gründlich schrubben
4. Hände abspülen
5. Hände trocknen

Wenn ich so ein Schild noch mal sehe, dann werde ich es noch bloggen.


meine neue “Heimat”

Das ist ein Bild in unserem RV alias Wohnwagen oder Motorhome. Das Teil ist fast 10m groß und man hat schon relativ viel Platz. Anderseits leben wir dort zu fünft und somit erleben wir wirklich mal wie es ist in einer Community zu leben. Viele in Deutschland leben ja in WGs aber das kann man nur teilweise vergleichen. Hier teilt man wirklich alles. Man hat wenig Rückzugmöglichkeiten und muss gute wie schlechte Launen der Anderen mit erleben. Es ist aber auch eine gute Möglichkeit als Charakter zu wachsen da man sich zwangsläuftig mehr reflektiert/auf den Sack geht. :)

Abgesehen von Strand, Sonne und Meer umgeben uns diese netten Wälder. Eine schöne Mischung zwischen Oaktrees und Palmen. Man vergisst den Fakt, dass wir eigentlich Februar haben und in Deutschland des Wetter voll Panne ist.


Rainbowgathering

Rainbowgatherings sind große Hippietreffen in irgendwelchen Wäldern. Allgemeine Infos findest du hier bei Wikipedia. Wir waren auf einem regionalen Rainbowtreffen. Es waren insgesamt ca. 600 Leute am Start. Es können aber auch bis zu 2000 werden und zu den nationalen Treffen in Amerika sind zwischen 20.000 und 40.000 “Hippies” in den Wäldern. Das sind dann noch mal ganz andere Dimensionen.

Wir haben als “JesuslovesyouMinistry” eine Küche angeboten. Diese Küchen verpflegen die Leute auf dem Rainbow. Insgesamt gab es vielleicht 5 oder 6 verschiedene Küchen. Mitten im Wald gab es natürlich kein Strom und auch kein fließendes Wasser. Somit wurde alles mit Gaskochern und Wassertanks gemanaged. Das Essen oben war unser Abschiedsessen. So reichhaltig ist das sonst nicht ausgefallen. In den letzten Jahren haben Alan&Tine, Josh&Shallyn und Co immer viel selbst gekocht. Das haben sie seit 2Jahren reduziert und sind mehr auf Instantessen umgestiegen, da es einfach riesig viel Arbeit ist für 100Leute am Tag zu kochen.
Ich habe die meiste Zeit in der Küche verbracht, da Joh viel mit den Leuten rumgehangen hat und Alan&Josh aufgrund von ständigen Defekten an den Bussen arbeiteten.

Dies war eines meiner Werke. Ein ordentlicher “Donnerbalken”. Die meisten haben nur ein normales “Grab” ausgehoben. Doch auch im Wald wollte ich nicht auf Sitzkomfort verzichten. Leider musste ich es nach zwei Tagen zurücklassen da die Waldpolizei uns gezwungen hat umzuziehen. Das war schon ziemlich ’scheiße’.

Joh war auch nicht untätig. Er hat mit einem anderem Kollegen eine nette und angenehm atmoasphärische Feuerstelle ausgegraben. Der allgemeine Sandboden in Florida hat das natürlich vereinfacht. Trotzdem waren es schon einige Kubikmeter, die sie da vergeschaufelt haben.

Das ist David aus Israel. Einer der wirklichen Hippies auf dem Rainbow. Wie schon weiter unten geschrieben waren die meisten eher Linke/Zecken als Hippies, wie wir es im klassischen Sinne verstehen. Die 99% der Teilnehmer war auch aus den USA. Er und wir Deutsche haben da schon den Unterschied gemacht.

Manche Familien waren auch mit ihren Kids am Start. Leider war bei einigen die Fürsorge nicht so derb ausgeprägt.

Zwei Hochzeiten gab es auch. Für die eine haben sie sogar spontan Alan gefragt, der dann nebenbei fein predigen konnte. Die Rainbowleute sind eine eigene Community für sich. Die Treffen finden im ‘Rainbowland’ statt und alles andere wird mit ‘Babylon’ bezeichnet.
Auf dem Gathering (was Joh immer falsch betonte und anstatt dessen ‘Catering’ sagte) waren mind.100.000 Hunde. Auch auf der Hochzeit durften diese natürlich nicht fehlen. Leinen gab es auch keine. Ich hab nur das Ende der Trauung gesehen fand es aber sehr stylisch wie die das aufgezogen haben.

Insgesamt war es ein nettes Treffen. Mir waren die Leute ein bisschen zu unstrukturiert und zu wenig aktiv. Da ich aber die meiste Zeit in der Küche gearbeitet habe war das ok. Joh hatte richtig gute Zeiten mit den Jungs und Mädels. Wahrscheinlich werde ich auch auf ein Treffen in Deutschland gehen.

P.S. Alles gute zum Geburtstag MAGIC!


na da werde ich auch Missionar…

Wenn man die Bilder bisher so sieht, dann sieht das natürlich aus, als würden wir hier nur chillen und Freizeitaktivitäten genießen. Sieht nicht nur so aus - ist auch so ;)
Der Begriff Missionsreise passt definitiv nicht. Wir sind hier nicht primär um Leute zu bekehren oder wie auch immer der Begriff gefüllt wird. Für mcih ist es eher eine Jüngerschaftszeit. Die Amis nennen das “fellowship”. Das ist so eine Mischung zwischen “Jüngerschaft” und der wörtlichen Übersetzung “Kameradschaft”. Man ist zusammen unterwegs und lernt einfach von einander.

Die besonders wertvollen Zeiten sind die persönlichen Talks mit Alan und manchmal auch noch mit den Leuten zusammen die wir besuchen. Er ist seit 35Jahren Christ. Hat verschiedene Gemeinden als Pastor gegründet oder geleitet, war im Vietnamkrieg usw. Das sind Lebenserfahrungen die wir nicht auf einer Bibelschule in Büchern oder sonst wo lernen können. Das besondere bei ihm und seiner Frau ist auch die Liebe. Sie haben immer noch die “erste Liebe” wie wir sie in Offb 2,4 lesen und auch eine besondere Liebe für gemeinsames Leben in Community. Teilweise haben sie mit 12 Hippies zusammen in einem der typischen Schulbussen gelebt.

Auf dem Rainbow kamen auf einmal irgendwann ein paar Jugendliche in unserem Alter an, die komplett ohne Kohle leben und durch Amiland ziehen. Sie sind sich sicher, dass Gott sie versorgt und erleben auch immer wieder derbe Wunder.

Mit John (schwarzes Mütze, schwarzes T-shirt) hatte ich richtig gute und inspirierende Gespräche. Die haben teilweise schon freiwillig bis zu 6Monaten als Obdachtlose auf der Straße gelebt um diesen Menschen näher zu sein. Wegen genau solchen Begegnungen bin ich nach Amiland gegangen. Und ich liebe es. :)


The Call & Fort Myers

Ok hab mich ja recht rar gemacht in der letzten Zeit. Jetzt bin ich wieder in New Smyrna Beach. Wer meine Route mal bei GoogleMaps verfolgen will:

1.Ankunft in Orlando
2.New Smyrna Beach (Smith Ranch)
3.Orland (the Call)
4.Fort Myers (Familie Robinson)
5.Ocala National Forest (keine Ahnung wo genau - Rainbow eben)
6.New Smyrna Beach

Alle Stationen liegen bis jetzt in Florida. In den nächsten Tagen werden die Distanzen dann aber eindeutig größer, denn da wird es dann Richtung Brimingham Alabama gehen (sind 960km) und das wahrscheinlich noch nicht mal auf direktem Weg. Die Amis haben schon eindeutig andere Vorstellungen von Entfernungen.

Doch was ging so in letzter Zeit?

:::THE CALL:::

War gut. Ca. 2500Leute. Diese Veranstaltungen gibt es auch in Deutschland. Dort wird einen ganzen Tag (10Uhr bis 22Uhr) gebetet. Zwischendurch immer mal Lobpreis und kurze Inputs. Viele fasten auch noch. Gott hat mir den Aspekt der Abtreibung noch mal ein bisschen aufs Herz gelegt. Ist ja in Amiland immer schwer Thema. Ist schon krass was da abgeht. Die haben in den letzten 30Jahren 50Millionen! Babys abgetrieben. Allein in den USA!
Ansonsten hat mir Misty Edwards als Lobpreiserin richtig gerockt. Die ging schon gut ab.
Geleitet wurde es von Lou Engele und Mike Bickle. Den werden wir auch noch in Kansas besuchen.

FAM. ROBINSON
Darin und Lona aus Fort Myers haben in ihrem Haus eine Hauskirche. Sie sind super lieb drauf und wir waren bei ihnen eine Woche. Wir hatten nette gemeinsame Zeiten. Sowohl freizeitmäßig wie auch geistlich. Wir waren zum Beispiel Golf spielen.

Die Region ist weltbekannt für gute Golfplätze. Und Nat - der schon 70Jahre Golf spielt, hat uns in diese Sportart eingewiesen. Hat schon Spaß gemacht. Was mir richtig gebockt hat war KrispyCreme. Das ist ein Donutladen wo die Donuts direkt im Laden hergestellt und noch warm verkauft werden.

Nach drei von diesen Kostbarkeiten war ich fast high. Der Superbowl (Footballendspiel) war natürlich auch ein Muss und dieses Jahr auch noch derb spannend.


bin gerade im Wald…

bei den Hippies. Wir würden die meisten Leute hier zwar eher als “Zecken bezeichnen. Macht aber schon Spaß. Bin nur gerade mal kurz “draußen” und sitze schon seit 2 Stunden in einer Pizzaria und arbeite eine Woche Internetabstinenz auf. Werde die Tage noch mehr bloggen. Hab nette Bilder gemacht. Mir geht es gut. Mein Handy geht aber nicht mehr. Also nur Emails schicken wer mich kontakten will. Ansonsten hab ich seid einer Woche nicht mehr geduscht (Wald eben) aber da bin ich wahrscheinlich noch deutlich unter dem Durchschnitt. :)

Peace and Love!

Simon