Souveränität vs. Motivation
Gestern musste bei uns auf Arbeit eine Mitarbeiterin wieder aufhören. Sie war noch in Probezeit. Genauen Grund weiß ich. Doch ich fandt es voll derb, da sie die ganze Zeit super motiviert war. Sie wollte alles richtig machen, hat sich jeden Tag Feedback geben lassen und ist definitiv überzeugter an die Sache rangegangen als ich. Doch was ihr einfach fehlte war Souveränität. Man hat immer wieder gemerkt, dass sie nicht “frei” war. Versucht alles nach Vorschrift zu machen und es fehlte das Gespür wann jemand anderes an seiner Kasse Hilfe brauchte und wann nicht. Somit kam es immer wieder mal zu merkwürdigen Zwischenfällen. Ich finde es immer wieder krass, dass ein “gestandenes-Ich” so viel ausmacht. Viele meiner Abikollegen haben irgendwas studiert, ohne das sie wussten wer sie sind. Fast alle haben wieder abgebrochen. Haben gewechselt oder sind nie darin glücklich geworden. So schräg wie mein Lebenslauf bis jetzt ist, so sicher bin ich mir, dass ich mehr mein “Ich” gefunden habe, als viele andere in meinem Alter. Ich würde jedem immer wieder empfehlen, als erstes als Person zu reifen eh man einfach irgendwas studiert. Und wenn man erst mal nur blöde durch die Welt zieht und verschiedene Kulturen anschaut oder auf irgendeiner Farm im Niemandsland Radieschen zupft. Wahrscheinlich ist es mehr wert als ein Bachelor der den Bach runter geht, da kein Charakter ihn ausfüllt.
